Praxiseinbeziehendes und berufsorientierendes Lernen an Berliner Schulen (PBL)

 

Fortbildungsangebote für Duales Lernen an der Integrierten Sekundarschule :

 

 

Ziele des Projekts:

Individualisierung, Praxisbezug, Lernkompetenzen - Beiträge zum Dualen Lernen und zur Schulentwicklung in Berlin

 

Das Projekt unterstützt Schulen bei der Einrichtung und Entwicklung von Angeboten, die sich an drei pädagogischen Zielen orientieren:

  • Den Interessen und Fähigkeiten der Jugendlichen wird stärker Rechnung getragen. Teile des Curriculums werden für individuelle Themen geöffnet und die Anforderungen stärker an den Voraussetzungen der/des Einzelnen orientiert (Individualisierung).

  • Den Schüler/inne/n werden Erfahrungen und Lernen außerhalb der Schule ermöglicht, insbesondere durch Tätigkeit und Erkundungen in Betrieben und sozialen und kulturellen Institutionen. Diese Erfahrungen werden in der Schule aufgegriffen und mit dem fachlichen Lernen verbunden (Praxisbezug).

  • Methodisches Lernen und die Entwicklung von Schlüsselkompetenzen werden gefördert. Den Schüler/inne/n wird eine zunehmende Selbständigkeit bei der Steuerung ihres Lernens und der Darstellung der Ergebnisse zugetraut und zugemutet (Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und Lernkompetenzen). 

Diese Ziele sollen dazu beitragen, die Allgemeinbildung und die berufliche Orientierung in der Sekundarstufe I zu verbessern und die Vorbereitung einer Anschlussperspektive zu fördern. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung abschlussgefährdeter Schüler/innen.


 
Das ESF-geförderte Projekt bietet für Schulen die Möglichkeit,

  • eigene Ansätze weiterzuentwickeln,
  • Elemente des Produktiven Lernens zu nutzen oder
  • Klassen des Produktiven Lernens einzurichten.

 

Die Unterstützung des Instituts beinhaltet

  • Fortbildungsseminare
  • Standortberatung
  • Sachmittel. 

Darüber hinaus entwickeln das Institut auf Basis der Erfahrungen übertragbare methodische Konzeptionen und curriculare Materialien.

 

Teilnehmende Schulen / Kontakt

Am Projekt können sich Berliner Schulen beteiligen, die zukünftig Sekundarschulen werden, z. B. Hauptschulen, Realschulen, Gemeinschaftsschulen und Gesamtschulen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Michael Käselau (IPLE) oder Holger Mirow (IPLE). 

Mit folgenden 12 Schulen/Einrichtungen besteht eine Zusammenarbeit, die in Form von Kooperationsvereinbarungen geregelt ist (Stand Oktober 2010):

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Friedensburg-Oberschule, Wilmersdorf-Charlottenburg

> 1. Gemeinschaftsschule Berlin-Mitte (ehem. Moses-Mendelssohn-Schule), Mitte
> Hector-Peterson-Schule, Kreuzberg
> Hufeland-Schule, Pankow/Buch
> 8. Integrierte Sekundarschule, Spandau
> Integrierte Sekundarschule in der Ringstraße, Tempelhof
> 9. Integrierte Sekundarschule Filiale Paul-Schmidt-Schule, Lichtenberg
> Kopernikus-Oberschule, Steglitz
> Schule an der Dahme, Treptow/Köpenick
> SOS-Berufsausbildungszentrum, Wedding
> Theodor-Haubach-Schule, Tempelhof-Schöneberg (Lichtenrade)
> Willy-Brandt-Schule, Mitte

 

Aktivitäten an den Schulen

Die am Projekt beteiligten Schulen nutzen ein breites Spektrum von Aktivitäten, um die oben dargestellten Ziele zu verfolgen, dazu gehören z. B. die Nutzung des Berufswahlpasses, Betriebserkundungen, spezielle Seminare für Schüler/innen, erweiterte Betriebspraktika, Schülerfirmen und verschiedene Projekte. Im Folgenden sind Modelle vorgestellt, die den oben genannte Zielen durch eine dauerhafte Veränderung der Stundentafel Rechnung tragen und damit eine systematische Verknüpfung von praktischer Tätigkeit und fachlichem Lernen erleichtern.

Praxislerntag

Mehrere Schulen haben einen Praxislerntag  als „Regelangebot“ in den Klassenstufen 9 und 10 eingeführt. Im typischen Falle werden Stunden des Faches Arbeitslehre und sogenannte „Poolstunden“ geblockt, so dass ein Tag in der Woche für das Lernen an Praxisplätzen und/oder projektorientiertes Lernen in der Schule zur Verfügung steht. Von den zusammenfassend als Praxislerntag bezeichneten Angeboten ausgenommen waren in der Regel die Schüler/innen, die sich auf den mittleren Schulabschluss vorbereiteten und in dieser Zeit zusätzlichen Unterricht in den Prüfungsfächern erhielten.

Das wichtigste Merkmal des Modells Praxislerntag ist der Wechsel von praktischen Tätigkeiten und Phasen der schulischen Aufarbeitung, z.B. in Form von sogenannten Thementagen. Diese Thementage werden in einem Turnus von etwa sechs bis acht Wochen überwiegend in der Schule durchgeführt. Sie widmeten sich der Auswertung der Erfahrungen und auch der Vorbereitung der folgenden Praxisphase. Zum Teil wurden die Thementage auch für gemeinsame Exkursionen genutzt. Themenbeispiele sind

  • Berufsfelder und ihre Anforderungen,
  • Bewerbungen und Anschlussperspektiven,
  • Zahlen und Mathematik am Praxisplatz,
  • Wirtschaft und Arbeitsleben
  • „Erwachsen werden“.

 

Praxisklassen und andere besondere Lerngruppen

An einer Reihe der beteiligten Schulen sind  Praxisklassen eingerichtet worden. Diese Gruppen lernen überwiegend nach der Stundentafel, wie sie in der Sekundarstufe-I-Verordnung vom 19. Januar 2005 für Praxisklassen an Hauptschulen eingeführt worden ist. Zum Teil werden die Lerngruppen auch anders bezeichnet, z. B. als „werkpädagogische Klasse“. Eine Gesamtschule und ein Berufsausbildungszentrum bieten einer Lerngruppe zwei Tage in Werkstätten des Partners; die Aktivitäten dort sind Stunden der regulären Stundentafel zugeordnet.

An einigen Schulen wurde die Stundentafel der Praxisklasse so verändert, dass die Schüler/innen die 9. Jahrgangsstufe in zwei Jahren absolvieren. In diesen Fällen wird das Lernen in den Werkstätten eines Freien Trägers der Berufsorientierung nicht zum schulischen Curriculum gerechnet. Zum Teil können die Schüler/innen dort Zertifikate zu berufsvorbereitenden Modulen erwerben.

 

Produktives Lernen

Schulen, die im Rahmen dieses Projekts Produktives Lernen vorbereitet oder eingeführt haben, wechselten dann in das entsprechende Entwicklungs- und Weiterbildungsprogramm. Informationen zum Produktiven Lernen finden Sie unter "PL – was ist das?" und "Projekte Produktiven Lernens in Berlin".

 

Ihre Ansprechpartner:

  • Holger Mirow
  • Michael Käselau

 

Das Projekt PBL sowie die Fortbildungsangebote zum Dualen Lernen werden aus Mitteln des Landes Berlin sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.

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