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"Initiative Oberschule (IOS)" in Brandenburg


Die "Initiative Oberschule (IOS)"

Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) in Brandenburg  förderte im Rahmen der "Initiative Oberschule" Angebote, die der „qualitativen Verbesserung des schulischen Angebots“ dienen. Als Schwerpunkte waren genannt: „beruflichen Orientierung und Vorbereitung“, „Praxislernangebote“ „Erwerb von Schlüsselqualifikationen“ und „Persönlichkeitsentwicklung der Schüler/innen“.

Das IPLE hat im Rahmen des IOS Programms verschiedene Fortbildungen an Oberschulen in Brandenburg angeboten und durchgeführt. Einige davon sind beispielhaft im Folgenden dargestellt.

 

 

Umsetzungsbeispiele:

  • Lernen in heterogenen Gruppen im Schuljahr 2014/15

Von September 2014 bis Mai 2015 fand an der Dreiklang Oberschule Schwedt eine Fortbildungsreihe zum Thema „Lernen in heterogenen Gruppen“ statt. An dieser Fortbildung nahm das gesamte Kollegium teil. Ziel war es, den Austauschprozess im Kollegium zu stärken und anhand ausgewählter Themen, Möglichkeiten und Herausforderungen im Umgang mit Heterogenität an der Schule und im Unterricht auszuloten und zu vertiefen.

Den Einstieg in die Fortbildungsreihe bildete ein gemeinsamer Studientag zu Beginn des Schuljahres, der das Themenfeld eröffnete und Erfahrungen im Umgang mit einer heterogenen Schülerschaft wie auch Entwicklungsbedarfe mit Hilfe eines „wertschätzenden Erkundens“ klärte. Auf dieser Grundlage entwickelte und bestimmte das Kollegium gemeinsam  Perspektiven und Themen für die weitere Fortbildung. Nach dem Studientag wurde die Arbeit in drei Entwicklungsgruppen an drei Terminen zu folgenden Schwerpunktthemen fortgeführt: „Umgang mit schwierigen Situationen und herausfordernden Schüler/innen“; „Beispiele für eine konstruktive Zusammenarbeit mit Eltern“; „Individualisierungsmöglichkeiten im Unterricht“; „fachspezifische Kernideen als Leitaspekt für individualisiertes Lernen in heterogenen Gruppen“; „schulstrukturelle Aspekte und Herausforderungen im Umgang mit Heterogenität in der Schule und im Kollegium“. Erste Ergebnisse wurden abschließende im Rahmen eines zweiten Studientags dem Gesamtkollegium vorgestellt und mit Blick auf Integrationsmöglichkeiten im Schulalltag erörtert und diskutiert.

  • „Verantwortung in der Zivilgesellschaft übernehmen“ im Schuljahr 2014/15

Von September 2014 bis Juni 2015 fand an der Oberschule Briesen eine Fortbildungsreihe zum Themenfeld Verantwortung in der Zivilgesellschaft übernehmenstatt. Die Fortbildungsreihe unterstützte die Weiterentwicklung der Schulprogrammarbeit, insbesondere mit Blick auf die Schwerpunkte  Möglichkeit der Entwicklung einer „Lernkultur“ im Unterricht und in der schulbezogenen Projektarbeit und „Weiterentwicklung des Ganztagskonzept“.  Konzepte und Methoden, die den Praxisbezug eines selbstbestimmten Lernens und die berufliche Orientierung des Lernens im Kontext der eingerichteten Projekte unterstützen und stärken können, wurden eingehend beraten und erörtert.  
Die Fortbildungsreihe gliederte sich in verschiedene Phasen mit wechselndem Teilnehmer/innen/kreis. In einer Vorbereitungsphase wurden die Bedarfe und Erwartungen geklärt und Absprachen zum weiteren Vorgehen getroffen. In der Durchführungsphase erfolgen die Konzeptentwicklung und die Konkretisierung der Projekte. Evaluationsgespräche unterstützten prozessbegleitend die Anpassung und Weiterentwicklung des Konzepts. In einem abschließenden Gespräch wurde die gemeinsame Arbeit reflektiert und evaluiert sowie Möglichkeiten der Integration von Konzeptideen in die fortlaufende Schulprogrammarbeit erörtert.

  • „Schulprogrammentwicklung“ im Schuljahr 2012/13
An der Bernhard-Kellermann Oberschule in Senftenberg und an der Oberschule in Briesen unterstützte und begleitete das IPLE die Fortführung der Arbeit an den schulinternen Schulprogrammen: Von September 2012 bis Juli 2013 fanden an beiden Schulen Beratungen und Studientage mit dem Kollegium zu verschiedenen Schwerpunktbereichen der Schulprogramme sowie zur Fortführung und Vertiefung dieser Arbeit statt. An den Beratungen nahmen die Schulleitung, Fachberater/innen bzw. die Steuergruppen der Schulen teil.

An der Oberschule Briesen standen die Frage des praxiseinbeziehenden Projektlernens und Möglichkeiten einer inhaltlichen wie strukturell-organisatorischen Verknüpfung mit fächerverbindenden Lern- und Bildungseinheiten im Vordergrund der Beratungen. Bei einem Studientag mit dem Kollegium vergegenwärtigten sich die Teilnehmenden den Stand und die Schwerpunkte der bisherigen Schulentwicklungsarbeit und tauschten sich dazu aus. In verschiedenen Kleingruppen setzten sie sich mit der Idee einer „Eingangswoche“ auseinander und entwickelten erste Überlegungen für jahrgangsübergreifende Angebote sowie jahrgangsspezifische Themenschwerpunkte und Aktivitäten mit konkreten Bezügen zum Praxislernen. Neben kulturbezogenen Initiativen und Aktivitäten bildet das Praxislernen einen Schwerpunktbereich der Bildungsarbeit an der Schule. Mit dem Studientag und einer weiteren didaktisch-methodisch ausgerichteten Fortbildungsveranstaltung wurden zum einen Grundlagen für eine fachlich-curriculare Einbindung und Ausgestaltung des Praxislernens gelegt; zum anderen stärkte insbesondere der Studientag und die dort möglichen Austausch- und Reflexionsrunden eine Kultur des Teilhabens an Schulentwicklungsprozessen. Es wurde deshalb über eine Ausweitung dieser Partizipationserfahrung unter Einbeziehung der Schüler/innen, Eltern und weiterer Kooperationspartner im Rahmen einer „Wir-Werkstatt“ nachgedacht.

An der Bernhard-Kellermann Oberschule in Senftenberg beschäftigte sich die neunköpfige Steuergruppe mit Möglichkeiten der inhaltlichen und strukturellen Verknüpfung der verschiedenen Angebote, Konzepte und Aktivitäten, die sich im Laufe der zurückliegenden Schulentwicklungsarbeit bezogen auf den Ganztag und das Praxislernen an der Schule herausgebildet hatten. Gemeinsam mit der Beraterin entwickelten die Mitglieder der Steuergruppe ein Strukturbild, das die Vielfalt der Aktivitäten jahrgangsbezogen und über das Schuljahr verteilt abbildete und Querstrukturen sichtbar machte. Dieses Strukturbild bot beim Studientag mit dem Gesamtkollegium die Grundlage für konkrete Arbeitseinheiten in Kleingruppen: Mit Hilfe eines ‚Lotusdiagramms‘ stellten die Teilnehmenden erste fachlich-curriculare Bezüge zu ausgewählten überfachlichen Projektaktivitäten her. Dabei wurde für die Beteiligten konkret und exemplarisch erfahrbar, dass sich Angebote rund um das Praxislernen mit fachlich-curricularen Themen und Aktivitäten in vielfältiger, aber auch systematischer Weise verknüpfen lassen. Welche Möglichkeiten und Chancen sich daraus mit Blick auf eine stärkere Individualisierung der Lerneinheiten eröffnen, bleibt einem künftigen Entwicklungsschwerpunkt vorbehalten.   

In den Auswertungsberatungen an beiden Schulen hoben die Beteiligten die positiven Erfahrungen hervor, die durch die bedarfs- und prozessbegleitende Beratung und Begleitung der Schulprogrammarbeit möglich wurde. Auf diese Weise konnten schulspezifische Fragen bzw. Entwicklungsbedarfe konkret aufgegriffen, gemeinsam erörtert und beraten werden. Deutlich wurde an dieser Stelle auch, dass schulische Entwicklungsarbeit im Alltag oft ‚nebenbei‘ gemacht werden muss. Durch den Beratungsprozess wurden bewusst Zeiten ‚eingeräumt‘, in der die bisher geleistete Arbeit und Entwicklungsschwerpunkte gemeinsam vergegenwärtigt, wertgeschätzt und reflektiert werden konnten. Die Beteiligten werteten diese ‚Auszeiten‘ als sehr wohltuend und produktiv und mit Blick auf die Fortführung der Arbeit am Schulprogramm als bestärkend.

Ansprechpartnerin: Friederike Bliss

 

  • "Praktikum plus" im Schuljahr 2011/12:

An der Robert-Schlesier-Schule in Calau fanden von März bis Juli 2012 drei Workshops statt, an welchen aus den an der Schule bewährten Maßnahmen der Berufsorientierung von Klasse 7 bis Klasse 10 ein erstes Gerüst für ein schlüssiges Gesamtkonzept entwickelt wurde, in das möglichst viele Lehrer/innen eingebunden sind. Besondere Schwerpunkte waren darüber hinaus die Entwicklung einer neuen Aufgabenkultur, um die Verbindung von Praktikum und schulischem Lernen zu intensivieren sowie die Arbeit mit dem Berufswahlpass. Letzteres führte zu ganz neuen Kooperationsformen im Kollegium, angeregt durch Methoden, die sie in den Workshops kennenlernten.

Ansprechpartnerin: Dr. Sabine Liedtke

 

 

 

Ansprechpartnerinnen:

Antje Karras: 030-21792-161, antje.karras(at)iple.de
Friederike Bliss: 030-21792-158, friederike.bliss(at)iple.de

 

Die Angebote der "Initiative Oberschule" werden aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.

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